Tipps und Tricks – Ahnen sortieren

Nach einigen Monaten konnte ich mit den genannten Hilfsmitteln aus ,,Tipps und Tricks – Daten und Methoden“ eine beträchtliche Anzahl an Personen finden.

Vor mir lagen massig kleine und große Zettel, und das Zusammenfügen der Familien glich einem Puzzlespiel.
Der Stammbaum bei Ancestry war zwar erstellt, aber ich verlor irgendwann den Überblick und konnte nur noch die Hände vors Gesicht schlagen.

Eine Exceltabelle musste her. Also legte ich eine elendig lange Liste nach Jahrhundert, Geburtstag, Taufkirche, Geburtsort und Namen des Kindes und der Eltern an. Als sie nach Tagen mühselig gefüllt und fertig war, fing ich an, die Zeilen mit einander zu vergleichen.
Anhand der Geburtsorte konnte ich die Verbindungen der Familien untereinander erkennen. Die Töchter blieben meist in den Geburtsorten und heirateten in andere Familien hinein. Die Väter, und die jeweils ältesten Söhne, blieben vor Ort, während die jüngeren Söhne sich wegen Arbeit in anderen Orten ansiedelten.
Als ich dieses Muster erkannte, stellte ich die Jahrhunderte in verschiedenen Farben dar und sortierte die Ergebnisse neu. Verblüfft stellte ich dann fest, das einzelne Personen unmittelbar zu bestimmten Familien gehören mussten, woraufhin ich dann in den dazugehörigen Kirchbüchern nach ihrer Existenz suchte – und sie auch tatsächlich fand!

Parallel zur Excelliste schrieb ich auf ein DIN A3 Blatt – geografisch sortiert – die Familien mit ihren Geburtsdaten auf. Die Jahrhunderte, ebenfalls mit den Farben aus der Excelliste, brachte ich auf eine Ebene. Auch hier wurde ich überrascht, denn die Wanderung Richtung Lübeck wurde sichtbar… Und das rückwärts durch die Jahrhunderte betrachtet. Ich fühlte mich wie Sherlock Holmes!

Bis Lübeck zurück, zeigte sich bei der Darstellung auf meiner Ahnenkarte, dass jeder einzelne Schriftführer der Pfarreien eine eigene Interpretation der Familiennamen notierte. Beispielhaft führe ich einige Familiennamen an, wo die Pfarrer mindestens drei verschiedene Schreibweisen nutzten: Heibein – Heidtbein – Heidebein im 19. und 20. Jahrhundert – Heidbein – Heydbein – Heidbeyn im 18. Jahrhundert – Habein – Hedebeyn – Hedbeyn im 17. Jahrhundert und Heidebeen – Heideby – Hedebey im 16. Jahrhundert.
Durch die Dialektunterschiede in den verschiedenen Regionen, und den Spracheinflüssen aus Schweden und Dänemark, wurde in meiner Familie keine einheitliche feste Schreibweise unseres Namens genutzt, da meine Ahnen bis vor 150 Jahren kaum lesen und schreiben konnten. Von der Küste in Richtung Schwarzwald und Bayern, gibt es noch seltsamere Abweichungen in der Schreibweise, aber diese Linien verfolge ich nicht.

Vermutlich wurde im kultivierten und religiösen Städtchen Schwerin von der örtlichen Kirchenführung die letzte Namensanpassung beschlossen.
Im 20. Jahrhundert wurde aus Heidtbein der heutige Familienname Heibein –  denn wer möchte als frommer Gläubiger einen Namen tragen, der mit Heiden verbunden werden kann? Sicher fielen spöttische Sätze wie „Hör mal ’n beten to du oll Heid Bein!“

Zusammengefasst halfen mir bei meiner Familienverknüpfung eine einfache Excelliste und ein – über die Zeit immer größer werdendes – Blatt Papier mit geografischer Zeichnung und Schrift.

Die Vorstellung ist nun, eine leinwandgroße Google Maps Darstellung meiner Ahnentafel – in Retro Stil – zu realisieren. Mal sehen…

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